Allgemeine Informationen zum Implantate Skandal
Hilfen und Informationsquellen zum aktuellen Implante Skandal
In der Privatklinik Schloßstrasse wurden keine Implantate dieser Hersteller verwendet.
Nach zahlreichen Anfragen und Diskussionen nachstehend einige Hinweise welche Ihnen hoffentlich weiter helfen.
Disclaimer / Haftungsbeschränkung
Nachstehende Informationen stellen keine Rechtsberatung dar. Sie sind als Hilfestellung gedacht. Ansprüche aus Fehlinformationen werden ausgeschlossen.
Sollten Ihnen Fehler auffallen, oder die Hinweise unvollständig oder gar missverständlich sein bitten wir um entsprechende Hinweise und bedanken uns bereits vorab.
Dr.med. Daniel Panzer
Stand der Informationen 15. Januar 2012
Mögliche Betroffene
Betroffen sind Implantate der Hersteller
Poly Implant Prothese (PIP)
und
Rofil Medical Nederland B.V.
Wie stelle ich fest, ob Ich möglicherweise betroffen bin?
In Ihrem Implantatpass muss der Hersteller verzeichnet sein. Sollten Sie Ihren Implantatpass verlegt haben, so kontaktieren sie bitte Ihren Operateur. Er muss die entsprechenden Unterlagen aufbewahren.
Wieviele Betroffene gibt es in Deutschland?
Da es kein zentrales Melderegister gibt existieren bislang nur Schätzungen. Im Gegensatz zu anderen Ländern waren Produkte des betroffenen Herstellers in Deutschland kaum verbreitet.
Aktuell wird vermutet, dass es 25 bis 180 betroffene Frauen gibt.
Objektive weiterführende Informationsquellen
Informieren Sie sich umfassend. Nutzen Sie objektive und verlässliche Informationsquellen. Trotz Medienschelte sind dies durchaus amtliche Quellen, wie z.B. das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte in Berlin. BFARM.Hier einige weiterführende Informationen
Übersetzung der französischen Unterlagen
Entscheidungshilfen der französischen Behörden
Fragen- Antwortenkatalog der französischen Behörde
Kostenfrage
Diese Frage dürfte sich den meisten gesetzlich versicherten Betroffenen stellen, sogenannte Selbstzahlern.
Sofern der Austausch in einem Krankenhaus welches im Bettenplan gelistet ist erfolgt hat die zuständige gesetzliche Krankenkasse erstmal die Kosten zu übernehmen.
Im Bundesdurchschnitt sollten diese sich auf ca. € 4545.- belaufen.
Wer bezahlt?
Die gesetzlichen Krankenkassen dürfte den "Verursacher" an den Kosten beteiligen. Ungeklärt ist, ob dies die Patienten, der insolvente Hersteller oder dessen damalige Haftpflichtversicherung betreffen könnte. Gerüchten zufolge war der Hersteller bei der Allianz versichert.Volkswirtschaftliche Betrachtung
Ungeachtet möglicher Ansprüche wegen Schmerzensgeld kann man die rein medizinischen Folgekosten relativ leicht abschätzen.
Die Diskussion geht hier um eine Summe zwischen
€ 150.000.- und € 900.000.- .
Dem steht ein Einnahmenüberschuss der gesetzlichen Krankenkassen von
€ 7.000.000.000.-
(Sieben Milliarden)
gegenüber.
Angesichts dieser Zahlenverhältnisse sind die Äusserungen der gesetzlichen Krankenkassen und des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Frau Pfeiffer, mehr als irritierend.
Wie wird sich die Privatklinik Schloßstrasse verhalten?
Obgleich bei uns diese Implantate nicht angewandt wurden, werden wir Niemanden allein aus finanziellen Erwägungen wegschicken.
Wir gehen jedoch davon aus, und empfehlen auch, unbedingt zuerst sich mit seinem Operateur in Verbindung zu setzen.
Sie möchten betroffene Implantate bei uns "austauschen" lassen?
Vereinbaren Sie mit einem unserer Operateure einen unverbindlichen Beratungstermin. Wir haben für Betroffene mit Ärzten und Herstellern besondere Konditionen vereinbart. Und auch diese "Eigenkostenbeteiligung" kann durch unseren Finanzierungspartner durch Ratenzahlung, z.B. € 50.- / mtl. finanziert werden.
Wir sind davon überzeugt, dass alle Kollegen in Deutschland vergleichbar handeln.



